Atelier Huffer Wenzel





Güterbahnhof, Coburg

 
Die zentrale, innenstadtnahe Lage des alten Schlacht- und Güterbahnhofareals als Teil einer Kette bisher ungenutzter Potentialräume prädestiniert das Bearbeitungsgebiet zu einem Impulsgeber der zukünftigen Stadtentwicklung Coburgs zu werden.
Mittels unterschiedlichster Analysemethoden wurde das Coburger Stadtgebiet untersucht und mögliche Handlungsoptionen skizziert. Das Ergebnis dieses konzeptionellen Entwurfes ist eine Kette aus acht eigenständigen Handlungsfeldern, die als „Zwischenräume“ nun einen wichtigen Potenzialraum zur weiteren Verdichtung, Vernetzung und Entwicklung Coburgs darstellen. Eine Untersuchungsmatrix stellt Werkzeuge und Interventionsmöglichkeiten zur Aufwertung dieser Gebiete dar. Die als Szenarienräume gelabelten Vorschläge reichen von der Umwandlung des ehemaligen Ringlockschuppens in eine Smart Farm bis zur Aufwertung der Itz und Transformation des Brockardtareals. Ein integrales Verkehrskonzept bindet die einzelnen städtebaulichen Anknüpfungspunkte in einen größeren Kontext ein und stellt die Potenziale einer Metropolregion Coburg - Sonneberg dar.

Güterbahnhof Coburg
Abgeleitet aus der durch die Bahnschienen entstandenen Linearität des ehem. Coburger Güterbahnhofs, spiegelt die Anordnung der Baukörper die Dynamik des Grundstücks wieder. Durch die lineare Anordnung werden öffentliche Räume und Platzsituationen definiert; ein Wechselspiel aus räumlichen Engen und Weiten entsteht.

Funktionsorientiert finden sich auf dem Areal Kultur und kulturelle Nutzungen, Kreativstandorte, Wohnen, Forschung und Lehre, Industrie und Produktion wieder. Der alte Schlachthof soll als Designmeile zu einem Ort für kulturelle Einrichtungen, Kreative, Künstler und Studenten werden. Er wird dabei durch sensible Erweiterungen und Rückbauten als Ensemble gestärkt und in das Stadtleben eingebunden.

Mit Hilfe von Identifikationsträgern, Ankernutzungen und differenzierter Bauphasen wird der ehemalige Güterbahnhof in ein urbanes Stadtviertel transformiert. Eine besondere Rolle spielen dabei nutzungsneutrale, multikodierbare Gebäudetypologien die als flexible Strukturen unterschiedlichste Nutzungen des Bandes der Wissenschaft aufnehmen können. Kleine Pocketparks und in Anlehnung an historische Verladerampen erhöhte Parkflächen bieten im Zusammenspiel mit der Itz Raum zur Erholung und Entspannung und unterstreichen den industriellen Charakter des Areals.

Im Süden schließt die Erweiterung des Brose - Firmengeländes das Bearbeitungsgebiet ab. Der neu entstande Brose-Campus nutzt Synergien und Know how zwischen Forschung und Produktion aus und setzt als Stadteingang ein Zeichen.





Projekt

Bachelorarbiet
Hochschule Coburg
Sommersemester 2014
Städtebau und Stadtentwicklung
Prof. Mario Tvrtkovic